Das Fort in Valletta

Die maltesische Hauptstadt Valetta ist aufgrund ihres kulturellen Reichtums eine einzige große Sehenswürdigkeit. Daher wurde die flächenmäßig kleinste Hauptstadt in Europa auch bereits 1980 in seiner Gesamtheit ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Einst wurde Valetta von den Malteserorden verteidigt. Ein Zeuge aus dieser Ritterherrschaft sind die Bastionen, die sich ringförmig um die Stadt erstrecken und damit ist Valetta wohl die am besten gesicherte Stadt weltweit. Sämtliche Bastionen, die im Uhrzeigersinn angeordnet sind, bekamen die Namen von Heiligen, wie Michael, Andrew oder Barbara. Das große, südliche Stadttor wird von sogenannten Bastionskatzen oder Kavalieren, St.-James und St.-John, überragt. Diese Geschützstellungen wurden ab dem 16. Jahrhundert auf Bastionen errichtet, um von ihnen und den Hauptwällen aus zu feuern.

Urlaub inmitten Kultur pur!

Einen Urlaub in Valetta zu verbringen ist etwas Einmaliges, zumal Sie direkt in der Altstadt in altem Gemäuer Quartier beziehen können. Es besteht die Möglichkeit, ein entsprechendes Ferienhaus oder eine Ferienwohnung mitten im Geschehen anzumieten. Allerdings verfügt die Stadt aufgrund ihrer Bevölkerungsdichte kaum über grüne Oasen. Die wohl bekanntesten Parks sind die Barrakka Gardens, die über dem Grand Harbour liegen. Der Obere eine normale Grünanlage und der untere stellt einen römischen Marmortempel nach.

Die drei Hauptattraktionen in Valetta

Gerolamo Cassar, war der erste maltesische Architekt, der den Bau von zwei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten sowie den Wiederaufbau der zerstörten Festung realisierte. Eines der Bauten ist der Großmeisterpalast, dem größten Profanbau der Stadt. Erbaut im Jahr 1571, war der Palast einige Jahrhunderte der Amtssitz der verschiedenen Herrscher über Malta. Heute ist er als Sehenswürdigkeit für die Öffentlichkeit zugängig und wird nur bei Staatsempfängen geschlossen. Die St. John’s Co-Cathedral wurde von 1573-1577 errichtet. Diese Kirche zeigt von außen nicht, dass sie im Inneren, das erst 100 Jahr später vollendet wurde, in ihrer Schönheit rund um das Mittelmeer kaum zu überbieten ist. Papst Pius VII. ernannte die Kirche 1816 als Zweitsitz des Erzbistums Malta. Die dritte Attraktion ist das Fort an der nördlichen Spitze der Stadt. Dieses Fort war schon vor der Gründung Valettas ein wichtiger strategischer Punkt als Malta von den Osmanen belagert wurde. Heute erfüllt es seine Aufgabe als „National War Museum“, wo Dokumente, der zweiten Belagerung Maltas in den Jahren 1940-1943, einzusehen sind. Außerdem ist das letzte Doppeldecker-Jagdflugzeug der Royal Air Force, der Gloster Gladiator, ausgestellt.

Bild: Annemarie Heine panthermedia.net

Ähnliche Artikel:

  1. Mdina – Stadt der Stille
  2. 7. Tag: Valletta und Tarxien
  3. Malta: Diese Sehenswürdigkeiten lohnen sich
  4. 2. Tag Sliema und Valletta
  5. Valletta und Umgebung